Während der Corona-Pandemie, in der es uns leider nicht möglich war, Veranstaltungen durchzuführen, haben wir verschiedene kulturelle Projekte ins Leben gerufen, darunter auch „Spiegel der Zeit“.
Dieses Erinnerungsprojekt widmet sich der Vergangenheit unserer Stadt und Region. Ausgangspunkt sind alte Fotografien von Orten, die wir in Braunschweig und Umgebung wieder aufspüren und (wenn möglich) im gleichen Blickwinkel nachstellen. So entsteht ein direkter Vergleich von damals und heute, ein Spiegel der Zeit, der Geschichte sichtbar macht.
Begonnen haben wir mit Aufnahmen aus der Zeit des Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg. Unser Ziel ist es, das Grauen dieser Epoche ins Gedächtnis zu rufen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Folgen Ideologien von Hass und Extremismus haben. Gerade heute, wo extremistische Gedanken wieder Anklang finden, halten wir es für wichtig, diese Erinnerung wachzuhalten.
Die Bilder führen uns an Orte von Bücherverbrennungen, Zwangsarbeit und Folter – Schauplätze, an denen einst Unrecht zum Teil des Alltags wurde, während viele Menschen schweigend zusahen. Damit sich solches Unheil nicht wiederholt, müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen, wie es dazu kommen konnte und was damals geschah.
„Spiegel der Zeit“ ist unser kleiner Beitrag, diese Erinnerung lebendig zu halten und Geschichte sichtbar zu machen.




